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Famulaturbericht  2 Wochen in der Hautarzt Praxis

Von meiner Tätigkeit als Famulantin erwartete ich einen Einblick in den Arbeitsalltag eines niedergelassenen Dermatologen zu bekommen.

Dabei stellte ich fest, dass die meisten Patienten den Rat des Arztes Dr. Kirchesch suchten, um lichtinduzierte Hautveränderungen abzuklären. Die damit einhergehenden Aufgaben des Arztes, wie Screening der Haut nach verdächtig aussehenden „Muttermalen“, eventuelle örtliche Betäubung mit anschließender Entfernung des „Muttermals“, nahmen meist den größten Teil der Zeit in Anspruch. Hierbei merkte ich, dass es viel Routine in diesem Beruf gibt. Diese ist für den Arzt aber auch unbedingt erforderlich, da er nur so weiß, wie er die Muttermale einzuordnen hat. Während der offenen Sprechstunde kamen auch viele Patienten mit anderen Anliegen zum Arzt. Diese fand ich sehr spannend, da dort sichtbar wurde, dass es einige Zusammenhänge zwischen internistischen Erkrankungen (z.B. Hormonspiegel) oder der psychischen Verfassung eines Patienten (z.B. Stress) und der Dermatologie gibt, die mir vorher gar nicht so bewusst waren.

Ich habe die Famulatur als körperlich sehr anstrengend empfunden, da meine Tätigkeit darin bestand, den Arzt bei seiner Arbeit zu beobachten, was bedeutete, dass ich den ganzen Tag auf den Beinen war.
Ich musste feststellen, dass der Arzt keine wirklich geregelten Arbeitszeiten, geschweige denn eine Mittagspause hatte, sondern so lange arbeitete, bis alle Patienten versorgt waren. Und wenn es mal eine ruhige Minute gab, wurde diese genutzt, um Laborbefunde zu lesen oder um sonstige formelle Arbeiten zu erledigen.
Trotz all dem nahm sich der Arzt Zeit, mir verschiedene Sachen zu zeigen und zu erklären.
Am meisten hat mir gefallen, dass er mit mir an einem Tag nach dem Praxisschluss an einem Putzschwamm das Nähen übte. Danach durfte ich ein paar Fäden und das Nähbesteck über das Wochenende mit nach Hause nehmen, um dort weiter zu üben. Daran merkt man, dass der Arzt sehr engagiert ist, sein Wissen und Können weiter zu vermitteln.  Der Arzt wirkte auf mich sehr kompetent und erkannte meist auf den ersten Blick, woran der Patient leidet und hatte sofort eine passende Lösung parat, wofür ihn auch viele Patienten schätzen und ihm dies offen mitteilten.
Beeindruckt hat mich auch noch, dass der Arzt ein Projekt leitet, für das er von jedem „Muttermal“, das er entfernt, ein „Abschiedsfoto“ macht, bevor es ins Labor geschickt wird. Aus diesen Fotos will er zusammen mit Mathematikern ein Computerprogramm entwickeln, welches die „Muttermale“ erkennen und als gut oder böse identifizieren kann. Denn die Programme, die es aktuell gibt, sind noch lückenhaft.
Daran merkt man, dass es sich um einen Arzt handelt, der seinen Beruf liebt und lebt.

Besonders nennenswert finde ich auch noch die Arbeit und Fachkompetenz von Frau Lievens, die als Laborassistentin nicht aus der Praxis wegzudenken ist. Sie erklärte und zeigte mir ausführlich und ruhig z.B. wie eine gram Färbung gemacht wird, um danach unterm Mikroskop sehen zu können, ob es sich um gram positive oder um gram negative Bakterien handelt. Außerdem zeigte sie mir unter dem Mikroskop verschiedene Pilzkulturen  und wie man ein Trichogramm auswertet. Dabei lernte ich, dass es verschiedene Haarwurzeltypen gibt, die es gilt auszuzählen, um den Anteil telogener Haare ausfindig zu machen, der bei über 20% auf einen Haarausfall hindeutet.
An meinem letzten Tag in der Praxis zeigte Frau Lievens mir noch, wie ein RAST durchgeführt wird, zur Abklärung von Allergien.
Mir war vor meiner Famulatur nicht bewusst, dass diese ganzen Sachen in der Arztpraxis selber durchgeführt werden.
Die Famulatur hat mir insgesamt gut gefallen, da ich einiges gesehen und gelernt habe. Jedoch kann ich noch nicht sagen, welche Fachrichtung ich später einschlagen werde. Dafür werde ich erst noch weitere Famulaturen machen müssen.

Bericht von I.K. aus Pulheim      

 

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