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Famulaturbericht 1    von M.M. aus Hamburg  4 Wochen in der Hautarzt Praxis in Pulheim

Mein Name ist Maximilian Müssig. Ich bin 23 Jahre alt und studiere im neunten Semester Humanmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Im Zeitraum vom 24.07.17 – 23.08.17 habe ich eine Famulatur, also ein ärztliches Praktikum, in der dermatologischen Praxis Dr. Kirchesch in Pulheim absolviert. Da ich mich langsam am Ende meines Studiums befinde, jedoch noch nicht sicher weiß in welche fachärztliche Disziplin ich mich später einmal orientieren soll, habe ich mich für eine Famulatur beim Hautarzt entschieden. Den Beruf des Hautarztes erachte ich insofern als spannend, als dass er eine hohe Menge an klinischer Erfahrung bedarf, um augenscheinlich ähnliche pathologische Befunde den richtigen Erkrankungen zuordnen zu können und somit auch eine passende Therapie für den Patienten finden zu können. Des Weiteren empfinde ich den chirurgischen Anteil des Berufes in Form von kleinen Exzisionen als abwechslungsreich, was insgesamt den dermatologischen Praxisalltag für mich attraktiv macht.
Somit habe ich mir vor Beginn meiner Famulatur erhofft, dass ich sowohl einen Einblick in den allgemeinen Praxisalltag bekomme, als auch praktisch am Patienten lernen darf, indem ich bei chirurgischen Eingriffen assistieren, oder gar selbst operieren darf. Außerdem habe ich mich für den betriebswirtschaftlichen Aspekt einer Praxis interessiert, also wie man eine Praxis auch als wirtschaftliches Unternehmen führt.

Nachdem ich mich bei Herrn Dr. Kirchesch für eine Famulatur beworben habe, bekam ich schnell eine Zusage. Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, wo mir die Praxis gezeigt wurde, unsere jeweiligen Vorstellungen über den Ablauf der Famulatur ausgetauscht wurden und ich schon mal das überaus nette Praxisteam kennenlernen durfte. Von Beginn an wurde ich herzlich aufgenommen, mir wurde die Praxis genauer nähergebracht und mir wurde viel erklärt. Auch durch das Tragen von weißer Kleidung fühlte ich mich von Anfang an als Mitglied im Praxisteam. Schnell konnte ich so anfangen praktisch zu arbeiten.

Den Praxisalltag habe ich als hektisch, jedoch sehr professionell wahrgenommen. Man merkte, dass man stets konzentriert und in einem hohen Tempo arbeiten musste, damit man alle wartenden Patienten behandeln kann und auch die gewünschte Wirtschaftlichkeit erzielen kann. Hier hat mich vor allem die extreme fachliche Kompetenz von Herrn Dr. Kirchesch beeindruckt. Oft reichte ein kurzer Blick um die Diagnose zu wissen. Dabei hat er sich immer noch Zeit genommen, um mir fachliche Dinge zu erklären, oder mit mir vorher gesehene Patienten zu besprechen. Herr Dr. Kirchesch selbst hat eher selten Eingriffe vorgenommen, die der Ästhetischen Dermatologie zuzuordnen sind, jedoch kam einmal pro Woche seine ebenfalls sehr freundliche und engagierte Ehefrau, Frau Dr. Eichhorn, in die Praxis und arbeitete viel im ästhetisch-dermatologischen Bereich. Hier durfte ich zum Beispiel auch mal mit dem Laser arbeiten und lernte viele andere Dinge. Auch das restliche Praxisteam hat sich viel Mühe gegeben um mir Dinge zu erklären und interessante Sachen zu zeigen. So wurde mir zum Beispiel das Praxiseigene Laborequipment näher gebracht, oder auch die Anfertigung von Präparaten für das Mikroskop gezeigt.

Unter Aufsicht wurde ich an immer mehr Aufgaben herangeführt, sodass ich am Ende der Famulatur sogar selbstständig Wunden nähen durfte und auch kleinere chirurgische Eingriffe vornehmen konnte. Ich sah eine Vielzahl verschiedener Hauterkrankungen und lernte eine Menge über die Dermatologie und das Führen einer Praxis. Ich war begeistert vor der Herzlichkeit des gesamten Teams und dem hohen Grad an Professionalität trotz enormem Zeitdruck. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit meiner Famulatur und kann jedem interessierten Studenten, oder auch jedem anderen Interessenten empfehlen, einen Einblick in den Praxisalltag dieser Praxis zu erhaschen.

 

Famulaturbericht 2     von I.K. aus Pulheim  2 Wochen in der Hautarzt Praxis

Von meiner Tätigkeit als Famulantin erwartete ich einen Einblick in den Arbeitsalltag eines niedergelassenen Dermatologen zu bekommen.
Dabei stellte ich fest, dass die meisten Patienten den Rat des Arztes Dr. Kirchesch suchten, um lichtinduzierte Hautveränderungen abzuklären. Die damit einhergehenden Aufgaben des Arztes, wie Screening der Haut nach verdächtig aussehenden „Muttermalen“, eventuelle örtliche Betäubung mit anschließender Entfernung des „Muttermals“, nahmen meist den größten Teil der Zeit in Anspruch. Hierbei merkte ich, dass es viel Routine in diesem Beruf gibt. Diese ist für den Arzt aber auch unbedingt erforderlich, da er nur so weiß, wie er die Muttermale einzuordnen hat. Während der offenen Sprechstunde kamen auch viele Patienten mit anderen Anliegen zum Arzt. Diese fand ich sehr spannend, da dort sichtbar wurde, dass es einige Zusammenhänge zwischen internistischen Erkrankungen (z.B. Hormonspiegel) oder der psychischen Verfassung eines Patienten (z.B. Stress) und der Dermatologie gibt, die mir vorher gar nicht so bewusst waren.

Ich habe die Famulatur als körperlich sehr anstrengend empfunden, da meine Tätigkeit darin bestand, den Arzt bei seiner Arbeit zu beobachten, was bedeutete, dass ich den ganzen Tag auf den Beinen war.
Ich musste feststellen, dass der Arzt keine wirklich geregelten Arbeitszeiten, geschweige denn eine Mittagspause hatte, sondern so lange arbeitete, bis alle Patienten versorgt waren. Und wenn es mal eine ruhige Minute gab, wurde diese genutzt, um Laborbefunde zu lesen oder um sonstige formelle Arbeiten zu erledigen.
Trotz all dem nahm sich der Arzt Zeit, mir verschiedene Sachen zu zeigen und zu erklären.
Am meisten hat mir gefallen, dass er mit mir an einem Tag nach dem Praxisschluss an einem Putzschwamm das Nähen übte. Danach durfte ich ein paar Fäden und das Nähbesteck über das Wochenende mit nach Hause nehmen, um dort weiter zu üben. Daran merkt man, dass der Arzt sehr engagiert ist, sein Wissen und Können weiter zu vermitteln.  Der Arzt wirkte auf mich sehr kompetent und erkannte meist auf den ersten Blick, woran der Patient leidet und hatte sofort eine passende Lösung parat, wofür ihn auch viele Patienten schätzen und ihm dies offen mitteilten.
Beeindruckt hat mich auch noch, dass der Arzt ein Projekt leitet, für das er von jedem „Muttermal“, das er entfernt, ein „Abschiedsfoto“ macht, bevor es ins Labor geschickt wird. Aus diesen Fotos will er zusammen mit Mathematikern ein Computerprogramm entwickeln, welches die „Muttermale“ erkennen und als gut oder böse identifizieren kann. Denn die Programme, die es aktuell gibt, sind noch lückenhaft.
Daran merkt man, dass es sich um einen Arzt handelt, der seinen Beruf liebt und lebt.

Besonders nennenswert finde ich auch noch die Arbeit und Fachkompetenz von Frau Lievens, die als Laborassistentin nicht aus der Praxis wegzudenken ist. Sie erklärte und zeigte mir ausführlich und ruhig z.B. wie eine gram Färbung gemacht wird, um danach unterm Mikroskop sehen zu können, ob es sich um gram positive oder um gram negative Bakterien handelt. Außerdem zeigte sie mir unter dem Mikroskop verschiedene Pilzkulturen  und wie man ein Trichogramm auswertet. Dabei lernte ich, dass es verschiedene Haarwurzeltypen gibt, die es gilt auszuzählen, um den Anteil telogener Haare ausfindig zu machen, der bei über 20% auf einen Haarausfall hindeutet.
An meinem letzten Tag in der Praxis zeigte Frau Lievens mir noch, wie ein RAST durchgeführt wird, zur Abklärung von Allergien.
Mir war vor meiner Famulatur nicht bewusst, dass diese ganzen Sachen in der Arztpraxis selber durchgeführt werden.
Die Famulatur hat mir insgesamt gut gefallen, da ich einiges gesehen und gelernt habe. Jedoch kann ich noch nicht sagen, welche Fachrichtung ich später einschlagen werde. Dafür werde ich erst noch weitere Famulaturen machen müssen.

 

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